Die erste Teezeremonie in Tamm 2011

Es leben die Teezeremonien, die einem Mut machen, so ganz nebenbei beim Genuss verschiedener Tee-Aromen über eigene Peinlichkeiten und Missgeschicke zu sprechen, jaaa, dies dann sogar über einen Wettbewerb der ganzen Welt mitzuteilen.

Wohlgemerkt, schuld daran können Gewürze wie Kardamom oder aber auch die große Energie sein, verbunden mit der Kreativität, welche die Teilnehmer nach und nach zum Reden ansteckt. Wussten Sie, dass Kardamom zum Reden anregt? Das erfuhren wir alle bei unserer ersten Teezeremonie bei Suresh.

Suresh ist der multi-kulti Inder! Von seinem Erscheinungsbild und Akzent her lässt es sich sofort vermuten, dass er ein Inder ist. Er hat auch viele Eigenschaften, die eigentlich nicht typisch indisch wären… seine Verbindlichkeit, Disziplin und Pünktlichkeit würden ihn sicherlich als Musterdeutschen glatt durchgehen lassen.

Überhaupt ist Suresh daran schuld, dass wir uns seit der ersten Teezeremonie bei ihm, ungefähr alle vier bis acht Wochen für ein paar Stunden treffen und einander unendlich viel erzählen! Ich kann mich erinnern, wie wir in seinem Haus, welches schon fast ganz leer war, weil Suresh mitten in einem Umzug war, unser erste Teezeremonie erlebt hatten. Wir brachten was zum Knabbern, Trinken und auch Klappstühle mit. Obwohl das Haus fast leergeräumt war, gab es jede Menge Gegenstände, die einem – auch wenn’s kurz war – das Gefühl gaben, einen Augenblick in Indien zu sein. Die Bilder, die an der Wand hingen, erzählten eine Geschichte nach der anderen.

Suresh gab uns reichlich Informationen über die einzelnen Gewürze und wir durften sogar Kostproben mitnehmen. Fast wie Kinder drängelten wir uns neugierig in die Küche, da wir alle mitbekommen wollten, wie indischer Tee gekocht wird. Aus meiner Kultur weiß ich, dass in der Türkei den ganzen Tag lang Tee getrunken wird- allerdings nie mit Milch!

Andere Kulturen, andere Sitten.

SilviaPortraitPencil 300x300 Die erste Teezeremonie, Tamm 2011

– Silvia Korkmaz

Über Dietlinde Hachmann

"Du kannst keinen Ozean überqueren, indem du einfach nur aufs Wasser starrst." Diese Worte hat Rabindranath Thakur (Tagore) gesagt. Nach diesen Worten versuche ich, mich zu richten, da ich sie als unbedingt wahr und richtig empfinde. Ansonsten bin ich eine verheiratete Frau mit vier Kindern, die derart viele Hobbies hat, dass ihr -fast- jeder Tag zu kurz ist. ;-)
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