Indien

Hallihallo,

hier ein Gedicht, dass ich einmal geschrieben habe. Ich habe ein paar und möchte wieder verstärkt Lyrik schreiben. Das hier habe ich einmal für eine längere Krimi-Erzählung geschrieben, es soll unheimlich sein.

Roter Herbst

Im Schein der Gaslaternen schleiche ich durch die Gassen und Straßen dieser Stadt.

Der Nebel und mein Ulster verhüllen mein finsteres Herz.

Mein schwarzer Zylinder verbirgt mein Gesicht und meine dunkle Seele.

Das einzige Licht, das in mir glimmt, ist nur der schwache Widerschein, die bloße                 Reflexion des Gaslichts.

Wenn der Nebel dann am dichtesten, die Nacht am schwärzesten, gehe ich meinem blutigen Handwerk nach.

Mein Werkzeug ist mein Skalpell, meine Hände präzise Werkzeug.

So schlitze ich die Huren auf den Straßen und in den Gassen von East End.

Mit ihrem Blut wasche ich den Dreck von den Straßen, säubere ich Londons Gassen.

Euren Sündenpfuhl Babel.

Also Bürger! Öffnet Türen und Fenster und habt keine Angst vor dieser schrecklich schönen Nacht.

Lasst den Nebel und die Dunkelheit in eure Herzen und in eure Seelen ein.

Euer lieber Freund und Nachbar in diesem roten Herbst des Jahres 1888.

Jack the Ripper

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Eine Antwort auf Indien

  1. Anonymous sagt:

    >>Das einzige Licht, das in mir glimmt, ist nur der schwache Widerschein, die bloße Reflexion des Gaslichts.<<
    Schrecklich aber Lyrisch 😉

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